wellness    

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[  GESUNDHEIT  ]

 

Die offizielle Definition von Gesundheit gemäß der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom 22. Juli 1946 lautet: „Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht die bloße Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen.“ („Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity.“) Diese Definition hat gewisse Vorteile, insbesondere die Betonung der seelischen und sozialen Komponenten der Gesundheit. Auf der anderen Seite deklariert sie (indirekt) 90 oder mehr Prozent der Bevölkerung als ungesund und macht das extreme Ziel der WHO ("Gesundheit für alle") völlig illusorisch.

Gesundheit könnte man als den störungsfreien Lebensfluss in allen Zellen und Organen definieren, als ein Energiepotential ohne besondere Krankheiten, in geistiger und körperlicher Harmonie, in optimal funktionierender Reaktion und Gegenreaktion mit der Umwelt, als ein immer sich änderndes, vielfältiges Lebensgefühl mit Empfindungen der Frische, der Ausdauer, des Wohlbehagens, der Kraft und Leistungsfähigkeit, mit optimistischem Rüstungsvertrauen, geistiger Kraft und starkem Seelenleben.

Gesundheit ist nichts Starres, sondern voll Dynamik und will täglich erworben, erhalten und gesteigert sein, über Jahre und Jahrzehnte hinaus, bis ins höchste Alter. Gesundheit ist nicht Durchschnitt, sondern gesteigerte Norm und individuelle mögliche Vollleistung, dem Lebensalter entsprechend. Sie ist sichtbar gewordener Wille, ist Willensstärke als Dauerhaftigkeit

Der Wert von Gesundheit

Gesundheit ist ein wichtiger persönlicher und gesellschaftlicher Wert. Ihre Bedeutung wird oft erst bei Krankheit oder mit zunehmendem Alter erkannt. Welche Einschränkungen mit dem Verlust von Gesundheit verbunden sind, wird oft erst dem alternden Menschen bewusst - durch eigene durchgestandene Krankheiten, gesundheitliche Probleme im Umfeld und das sich nähernde Lebensende. Vorsorgeprogramme für jüngere Altersgruppen werden propagiert, laufen aber oft ins Leere.

Im Allgemeinen sind Frauen gesundheitsbewusster als Männer. Dies kann man beispielsweise an der Beteiligung zur Darmkrebsvorsorge erkennen (Männer ca. 10 - 15 %, Frauen ca. 30 % Beteiligung). Kostenlose Krebsvorsorgeuntersuchung (SGB V §25) bekommen Frauen schon jährlich im Alter ab 20 Jahren und Männer erst im Alter ab 45 Jahren, dies könnte auch ein Grund sein warum weniger Männer zur Krebsvorsorgeuntersuchung gehen.

Privilegierte Schichten sind gesünder als unterprivilegierte. Der Abstand ist in den letzten zwanzig Jahren kontinuierlich gewachsen.

Die Förderung und Erhaltung der Gesundheit erfordert geringe finanzielle Mittel. Teuer ist dagegen der Versuch, Gesundheit wiederherzustellen, die sog. kurative Medizin. Das Gesundheitssystem ist neben der Renten-, Arbeits-, Unfall- und Pflegeversicherung eine der fünf Säulen des Sozialsystems.

Aktuell ist die Gründung einer Gesundheitsgewerkschaft im Gespräch.
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Gesundheitswissenschaften

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[  WELLNESS  ]

 

Der Begriff Wellness, erstmals 1654 in einer Monografie von Sir A. Johnson als „...wealnesse“, im Oxford English Dictionary mit "gute Gesundheit" übersetzt: nach modernem Verständnis ein ganzheitliches Gesundheitskonzept, seit den 50er Jahren in den USA Oberbegriff einer seinerzeit neuartigen Gesundheitsbewegung.

Per Definition leitet sich der Begriff Wellness von den Begriffen Wellbeing und Fitness bzw. Wellbeing und Happiness ab, d. h. das Lebensstilkonzept Wellness zielt auf Wohlbefinden, Spaß und eine gute körperliche Verfassung ab. Heute versteht man unter Wellness vor allem Methoden und Anwendungen, die das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden steigern. Fremdenverkehrseinrichtungen, Hotels, Schwimmbäder, Kureinrichtungen bieten unter dem Begriff Massagen, Bäder, aber auch Tages- und Wochenprogramme an.

Wellness ist auch ein beliebtes Werbewort und ein mittlerweile recht inflationär gebrauchter Begriff, da er rechtlich nicht geschützt ist. So werden z.B. Mineralwasser , indischer Lassi, Socken, Müsli, Konfitüre und so genannte Nahrungsergänzungsmittel wie Noni als Wellness-Artikel im Sinne von Wohlfühlartikel verkauft. Letzteres ist Beispiel für die Verwendung des Begriffs für Produkte, bei denen eine gesundheitliche Wirkung beworben wird. Auch Produkte wie Erdstrahlen-Entstörgeräte, Magnetmatratzen oder esoterische Wasserbehandlungen werden bisweilen unter dem Begriff Wellness angeboten.

1959 hatte der amerikanische Sozialmediziner Halbert L. Dunn das Wort Wellness neu aufgegriffen. In den 1970er Jahren – als die Kosten im amerikanischen Gesundheitswesen explodierten – entwickelten die Wellness-Pioniere Donald B. Ardell und John Travis im Auftrag der amerikanischen Regierung neue ganzheitliche Gesundheitsmodelle, die auf Prävention und Eigenverantwortung des Einzelnen für seine Gesundheit aufbauten. Nach dem Verständnis Ardells beschreibt Wellness einen Zustand von Wohlbefinden und Zufriedenheit und besteht aus den Faktoren Selbstverantwortung, Ernährungsbewusstsein, körperliche Fitness, Stressmanagement und Umweltsensibilität.

Wellness hat im wesentlichen vier Säulen:

1. Die bewusste Ernährung: Vor allem geht es hier um den bewussten und klugen Umgang mit Lebensmitteln.
 

2. Die bewusste Bewegung: Regelmäßige, angepasste Bewegungsprogramme stehen hier im Vordergrund.
 

3. Der mentale Bereich: Entspannungs- und Stressmanagement-Methoden, wie z.B. autogenes Training, Yoga, Tai-Chi, aber auch passive Elemente wie Sauna, Massage, Wassertreten, Barfußlaufen usw.
 

4. Das Verhältnis zur Natur und Genussmitteln: Der sorgfältige Umgang mit Natur und ihren Produkten, ebenso wie die Auseinandersetzung mit legalen und illegalen Drogen.  >>mehr..

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Links

Deutscher Wellness Verband

Bundesministerium f. Gesundheit
 

Die Gesundheit ist eines der höchsten Lebensgüter. Es ist das Ziel der Gesundheitspolitik, die Gesundheit der Bürger zu erhalten, zu fördern und im Krankheitsfall wieder herzustellen. Gesünder leben, länger leben und aktiver leben zu können, dies ist für jeden Büger bestmöglich zu gewährleisten. Das Gesundheitswesen qualitativ auf hohen Stand und gleichzeitig finanzierbar zu halten, ist die Herausforderung, vor der die Gesundheitspolitik heute und auch in Zukunft steht. Dazu bedarf es eines umfassenden Systems gesundheitlicher Sicherung, das allen Bürgern wirksam und ohne Hindernisse zur Verfügung steht.

Fast alle Einwohner der Bundesrepublik sind krankenversichert. Rund 89 Prozent sind in einer gesetzlichen Versicherung, etwa neun Prozent sind privat versichert.

Bis zu einer gewissen Einkommensgrenze (im Jahr 2004 sind dies brutto 3.862,50 Euro monatlich) sind alle Arbeitnehmer verpflichtet, Mitglied in einer der über 320 gesetzlichen Krankenversicherungen zu sein. Wer über ein höheres Bruttoeinkommen verfügt, ist versicherungsfrei und kann sich freiwillig krankenversichern oder durch eine private Versicherung absichern. Krankenversichert sind unter bestimmten Voraussetzungen auch Rentner, Arbeitslose, Auszubildende und Studenten.

Die Versicherungsbeiträge werden von den Arbeitnehmern und Arbeitgebern je zur Hälfte aufgebracht. Für nicht erwerbstätige Familienangehörige des Versicherten müssen keine Beiträge gezahlt werden. Insofern sind Arbeitnehmer mit Familie besser gestellt als allein stehende Arbeitnehmer
 

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